Maritime Distancing

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Noch vor einem knappen Jahr zog ich nach knapp 18 Tagen auf dem Atlantik mit großer Freude vor den Azoren die Q-Flagge hoch. Dass das Q wie Quarantäne nun seine neue bzw. alte Bedeutung erhält, war für uns alle unvorstellbar. In den letzten Jahrzehnten galt die gelbe Flagge in der Regel nur noch als Zeichen, dass man einklarieren möchte und sich unter das Gesetz des Gastlandes stellen will. An Quarantäne im eigentlichen Sinne hat wohl niemand mehr gedacht.

Joo, noch im Februar hatte ich neue digitale Karten gekauft und erste Wegpunkte gen Westen gesetzt. Frisches Antifouling und neue opferbereite Anoden für Lütt Matten, Motor ausgewintert. Rigg professionell checken lassen. Es hätte jetzt losgehen können. Hätte. Ja, hätte, hätte, Ankerkette. Der Spruch ist ja nichts Neues an Bord von Lütt Matten. Nur liegen die Gründe für die erneute Törnverschiebung abweichend von der Regel weder an einem erneuter Materialbruch oder einem ungnädigen Herr R. Verordnetes maritimes Distancing ist das Stichwort.

Während Matten nun einsam in Kiel neue Pocken ansetzt, sinniere ich über den Titel meines letzten Videoblogs nach. Glück im Unglück. Das bezog ich insbesondere auf den glimpflichen Verlauf des Ruderlagerschadens. Doch wer von den vielen auf den Kanaren oder in der Karibik gestrandeten Segler liest oder hört, weiß, dass deren Lage nicht gerade einfach ist und manch lange geplante Segelauszeit ein jähes Ende gefunden hat. Auch dieses Drama bleibt mir nun erspart. Keine anrückende Hurrikansaison, keine Quarantäne mit ungewissem zeitlichen Ende. Ich drücke von dieser Stelle aus allen betroffenen Seglern fest die Daumen.

So. Dann bleibt alle gesund. Ahoi und seht ihr das.

Ein Gedanke zu „Maritime Distancing“

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