Hafenmanöver

Nun kennen wir die Marina wirklich. Zwei halbe Tage drehten Uli und ich unsere Runden im Hafenbecken. Gemeinsam mit Hannes, unserem Skippertrainer, lernten wir entspanntes An- und Ablegen an Steg und Liegeplatz. Mit seiner ruhigen Art und vielen Tipps nahm Hannes uns die Angst vor dem großen Hafenkino. Uli lernte das Bedienen von Fendern, Leinen und Bootshaken und ertrug gelassen meine ständigen Anweisungen am Ruder. „Fender backbord, nee, doch lieber steuerbord. Zeig mal die Festmacherleine. Ich brauche mal den Abstand.“ usw. Hannes schien an unserer Zusammenarbeit Gefallen zu finden und sparte nicht mit Lob. Scheinbar hat er eine gute Motivationsschule besucht. Uns hat das gemeinsame Üben Spaß gemacht, kein Stress und manches Flaxen. So werde ich mir dann in den kommenden Wochen noch ein paar Trainingseinheiten auf offener See mit Hannes gönnen. Schritt für Schritt.

Übrigens, brennt seit gestern das Toplicht nur noch auf Schalterbefehl und die Bilge bleibt trocken. Ich muss das nicht verstehen, bin aber auch nicht böse. Wenn Lütt Matten dann auch wieder AIS-Signale aussenden sollte, bin ich vollkommen happy. Vielleicht ahnt Matten, dass die Schiffstaufe bevorsteht.