Der Plan – Warnemünde – Barth

Wie immer, wenn ich nicht alleine unterwegs bin, gelingt es mir nicht, diesen Blog tagesaktuell zu verfassen. Ich genieße dann doch lieber das Zusammensein mit Frau und Freunden, als mich abendlich in eine ruhige Koje, die es in den letzten Tagen eh nicht gab, zu verziehen und meinen Blog-Verpflichtungen nachzukommen. Der geneigte Leser möge es mir verzeihen. 

Wie schon in den letzten Jahren, möchte ich Lütt Matten nicht alleine ins Winterlager bringen. Zum einen wird dadurch der Törn längst nicht so melancholisch, sondern eher fröhlich. Zum anderen ist es gerade bei den Vorbereitungen zum Auskranen einfach genial, helfende Hände zur Seite zu haben. 

Meine letztjährige Crew mit Tina und Hannes zögert nicht lange und hat wohl auch schon irgendwie mit meinem Hilferuf gerechnet. Jedenfalls kommt von den beiden schnell ein Zusage, was wohl auch für den Spaßfaktor des vergangenen Novembertörns spricht. 

Drittes Crewmitglied wird Andreas. Ihn hatte ich mit Lütt Matten auf der Etappe Travemünde-Rostock seiner heldenhaften “Tiger“-Fahrradtour (Rund Skandinavien) begleiten dürfen. Natürlich zu Wasser. Auch die allererste Überführungsfahrt nach Barth hatten wir beide gemeinsam gemeistert. Diese schrieb sich bei ihm, angesichts einer schnell anflutenden Seekrankheit, scheinbar ungut in sein Gedächtnis. Dieses Trauma soll nun endlich abgearbeitet werden. 

Grit, die sich eigentlich nur einen ausgiebigen Ostseestrandspaziergang wünscht, sagt nach einigen Tagen des Bedenkens ebenfalls zu und macht damit ihren Mann Andreas zusätzlich glücklich. Mich auch. Mann/Frau kann ja auch von See aus irgendwie die Küste entlang spazieren, falls der Wind nicht allzu stark ist.

Kurz vor Buchungsschluss gelingt es auch meiner Frau, sich beruflich frei zu machen. Das macht mich natürlich noch glücklicher.

So sind dann alle sechs Kojenplätze vergeben und wir vereinbaren für Freitagabend ein Treffen in Barth, um dann nur mit einem Auto nach Warnemünde weiter zu fahren. So der Plan.