Osorno-Vulkan

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Ein leckeres Frühstück wartet auf uns. Die schweizer Wirtsleute schlagen uns eine Tagestour zum Osorno-Vulkan vor. So verwerfen wir unsere eigene Planung und folgen der Empfehlung. Das Wetter lädt nicht unbedingt zum Wandern ein, doch der Wetterbericht verspricht in den kommenden Stunden Sonne. Die Anfahrt führt über eine 18 km-Schotterpiste. Es ist kühl und die Wolken hängen tief ins Tal. Wir marschieren los. Der Aufstieg ist etwas mühsam, da der Weg durch tiefen Vulkansand führt. Ständig blicken wir zum Osorno-Vulkan und freuen uns über jede Wolkenlücke, die etwas von seiner Silhouette freigibt. Auf dem Hochplateau findet die Sonne endlich zu ihrer Stärke und saugt die Wolken förmlich weg. Schnell wird uns beim Laufen warm. Postkartenwetter (Postkarten hat man früher seinen Liebsten aus dem Urlaub zugesandt, die Motive zeigten meist im Hintergrund einen stahlblauen Himmel, man schrieb auf der Rückseite einen Text, klebte noch eine Briefmarke auf die Pappe und steckte die fertige Karte in einen gelben Kasten mit einem Schlitz). Der Weg führt uns im Halbkreis um den Vulkan. Im Tal sehen wir einen großen Bergsee, im Hintergrund Berge, die zu Argentinien gehören. Zeit für ein Picknick. Wir lassen uns Zeit und die Szenerie auf uns wirken. Unsere Fotokameras haben inzwischen bestimmt mehr als hunderte Vulkanmotive abgelichtet. Der Abstieg geht naturgemäß viel leichter.

Wir haben noch nicht genug und fahren weitere 5 km zu einem Wasserfall. Der Weg ist recht feucht und rutschig. 25 Minuten soll der Weg dauern. Meine Beine waren froh, den Vulkanauf- und abstieg hinter sich zu haben und tun sich schwer mit dieser Nachricht. Doch der Weg lohnt sich. Grit muss noch direkt unter das fallende Naß klettern und ihren Namen tanzen, oder so. Jedenfalls kommt sie euphorisch und klitschnass zurück und hatte wohl ihren Spaß. Wir anderen auch.

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