Pucon – Valdivia -Osorno

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Frühstück im Hostel. Ein buntes Treiben herrscht in der Gemeinschaftsküche. Unter den jungen Gästen sind wir die Rentner. So „nebenbei“ quälen wir uns mit dem Buchen der Fähren, die wir in einigen Tagen nehmen wollen. Formulare in spanischer Sprache meistern wir mit Wörterbuch und gemeinsamen Rätseln. Irgendwann ist zumindest der Geldbetrag für die Fähren  von der Kreditkarte abgebucht. Wir werden sehen, ob die Reservierungen funktionieren.

Nach zwei Stunden sitzen wir endlich im Auto und fahren Kurs West-Süd-West. Valdivia heißt unser erstes Tagesziel. Hier wollen wir nur einen Fischmarkt besuchen. Die Stadt selbst bietet wenig. Der Markt bezieht seine Besonderheit durch die Anwesenheit von Seelöwen und Pelikanen, die sich an den Resten der Fischfiletierung der Verkaufer gütlich tun. Ein interessante Szenerie. Grit freut sich über Algen, die wohl gut in ihren Speiseplan passen. Für den Abend kaufen wir Lachs, Kartoffeln und grünen Spargel. Die Vorfreude auf das abendliche Mahl ist groß.

Wir fahren weiter an die Pazifikküste und genießen bei schönstem Wetter die Stunden am Meer. Die Wassertemperatur verhindert ein Bad in der Brandung. Das stört uns wenig, denn auch so vergnügen wir uns ausreichend. Höhepunkt für mich ist ein einsamer Seehund, dem wir sehr nahe sein können. Seesterne, Krebse und Muscheln beglücken unsere Strandgutsucherinnen.

Die Zeit drängt und wir müssen leider weiterziehen. Wir wollen weiter in Richtung des Osorno-Vulkans. Hier haben wir ein Quartier für zwei Tage gebucht. Nach gut drei Stunden erreichen wir unser Ziel und erleben nach Temuco die zweite Buchungspleite. Diese ist für uns aber nicht mehr tolerierbar. Der Wirt verlangt mehr Geld als mit der Buchung vereinbart und die Zimmer sind einfach nur dreckig. Wir sind sauer und verlassen den Ort, auch wenn wir ohne Quartier in die Nacht fahren müssen. Unsere Frauen blättern im Reiseführer und finden eine Adresse eines Schweizer Ehepaares, das in ca. 15 km Entfernung eine Herberge anbietet. Wir haben Glück und finden das Refugium im alpenländischen Stil. Wir werden freundlich aufgenommen. Ein älteres französisches Paar spendiert uns noch Salat, Wein und Brot. Schnell packen wir Männer die  Koffer aus, während die Frauen Lachs, Spargel und Kartoffeln zu einem Festmahl bereiten. So findet der erlebnisreiche Tag mit einem perfekten Nachtlager und leckerem Essen doch noch ein gutes Ende.

Ein besonderer Gruß geht heute an meinen Vater. Alles Gute und viel Gesundheit!

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