Planloses Segeln

Warum soll das Segeljahr anders enden, als es begonnen hat? Das einzig Planbare ist das Unplanbare, die Gesetzeslage unklar. Mit heutigem Stand werden wir, anders als im Frühjahr, die Legalität mit unserem Törn aber nicht verlassen. Mit dem Tag des Kranens am Montag endet dann aber tatsächlich unserer „Aufenthaltsgenehmigung“ in Meckpomm. Wenn das kein Timing ist.

Meine Idee, in diesem Jahr auf dem Weg ins Winterlager einen Haken über Klintholm zu schlagen, haben uns allerdings die Dänen vor einer Woche versalzen. Deren Grenzen sind nunmehr dicht. Also präsentiere ich meiner Restcrew, Tinas und Familie haben in diesem Jahr leider nicht angeheuert, Plan B. Hiddensee als neue Destination wird gerne akzeptiert, nachdem neben der Kanzlerin auch Herr R. kräftig bei unserer Törnplanung mitmischt. Die derzeitigen 7 Bft. machen ordentliche Welle. Nö, wir sind zu viert, haben aber nur zwei Pütz an Bord. Dat würde beim Fischefüttern nicht reichen. Also verschieben wir unsere Abfahrt auf morgen. Da soll es zwar regnen, aber mit verträglichem und segelbaren Wind aus Südwest.

Baustelle Ankerkasten

Den Tag nutzen wir zur Erholung und kleinen Törnvorbereitungen. Zuerst checke ich meine ewige Baustelle im Ankerkasten/Vorschiff und bin begeistert. Null Wasser in der Bilge! Trotz der letztwöchigen Regengüsse und Sturmfluten!

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Endlich bleibt die Bilge im Vorschiff trocken

Bei meinem letzten Reparaturversuch habe ich die wirkungslose Sikaflex -Packung an der Ankerwinsch wieder entfernt und aus Plastik eine Abtropfkante gebastelt. Diese leitet das Wasser nun direkt in den Ankerkasten, der ja ein gängige Drainageöffnung besitzt. Vorerst also Entwarnung. Die Verlängerung für die Winschkurbel steht allerdings noch auf der Agenda.

abtropfkante - Planloses Segeln

Super Schema, oder?

Die Anwesenheit einer zweiten Hand will ich zum Aufentern des Mastes nutzen. Die Mittelwante erscheint mir viel zu locker. Der Bootsmannsstuhl liegt bereit. Da ich nur bis zur untersten Saling klettern will, sollte der Aufstieg trotz starkem Wind gehen, zumal ja die Maststufen guten Halt geben. Allein, das auf Lütt Matten derzeit einzige nutzbare Fall zu meiner Sicherung, das Spifall, ist zu kurz, um auf eine Winsch umgeleitet werden zu können. Auch die unterste Maststufe ist für mich zu schlecht erreichbar. Also Abbruch des Manövers, zumal der Wind immer noch kräftig weht. Zwei zusätzliche Maststufen und ein längeres Spifall stehen somit auf meinem Wunschzettel.

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