Valparaiso

Die Zeitverschiebung (5 Stunden) hilft uns beim frühzeitigen Aufstehen. Mit Händen und Füßen gelingt es uns, das erste Frühstück zu ordern. Auch die Fahrt mit der Metro zum Busbahnhof in der Nähe der Universität gestaltet sich einfach. Die öffentlichen Verkehrsmittel machen einen sauberen und gut organisierten Eindruck. So sitzen wir schon um Neun im Bus nach Valparaiso.

Nach zwei Stunden begrüßt uns Valparaiso bei Sonnenschein und milden Temperaturen. Wir erhalten noch an der Busstation einen Tourenvorschlag von der Touristeninformation und beginnen unseren Fußmarsch in Richtung des bunten Viertels mit dem Status eines Weltkulturerbes. Naja, vieles macht einen morbiden Eindruck, wobei „morbide“als Beschreibung eher schmeichelt. Warum die manchmal sehr kunstvollen Farbgestaltungen zu einem UNESCO-Titel führen, ist mir rätselhaft, zumal diese häufig nur als Camouflage einer baufälligen Altstadt dient. Natürlich fahren wir auch einen der Aufzüge, deren technischer Wartungsstand dem Deutschen Auswärtigen Amt ein Warnhinweis wert ist. An manchen Stellen unserer Stadtwanderung genießen wir eine schöne Aussicht auf den Pazifik. Angesichts der wenigen städtebaulichen Reize ist es gut, dass die Sonne unseren Melatoninspiegel puscht und unsere Urlaubslaune weiterhin gut bleibt. Eine kurze Hafenrundfahrt mit einem Seelenverkäufer gönnen wir uns noch und dürfen dabei Robben im Eiltempo fotografieren. Ob diese nur dösend auf einer Tonne liegen oder als Tourinepp ausgestopft dort platziert wurden, vermag ich nicht sicher zu entscheiden. Nun freuen wir uns auf die kommenden Tage, deren Ziel einzig die Natur Chiles und Argentiniens sein wird. Südamerikanische Städte werden uns nicht mehr locken.

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2 Gedanken zu „Valparaiso“

  1. Hallo Ihr 4 Lieben,
    schön dass wir Euch ein bißchen aus der Ferne begleiten und an Euren Erlebnissen teilhaben dürfen. Wir wünschen Euch eine tolle Zeit und grüßen aus Dresden.
    Eure Anna, Luca, Torsten und Annett

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